Männerschal

Wie sieht der perfekte Männerschal aus?


Der Monsterjunge hatte mich vor Weihnachten vor dieses Aufgabe gestellt. "Mamaaahhh (weißt du, wie sich dieses Mama anhört?) Warum habe ich noch keinen Schal oder so von dir bekommen? Kannst du mir nicht auch mal einen stricken? Einen Blaugrauen, nicht zu breit und doch breit genug, mit Zöpfen aber kein Mädchenschal..." Es kamen noch mehr Kriterien, allerdings hörte ich schon nicht mehr wirklich hin. Das hätte den Rahmen gesprengt.


Ich habe versucht ein schönes Muster zu finden. Bei Pinterest, wurde ich tatsächlich fündig. Allerdings ohne Anleitung. Aber was ist daran schon so schwer, dass frau das nicht alleine auf die Reihe bekommt. Schwerer war das Ding mit der Wolle. Sie muss waschbar sein, nicht zu teuer, denn wenn der verloren geht, wäre ich traurig richtig sauer. Bei Herrn U habe ich ein hübsches Garn gefunden. Es war eine Mischung aus Baby- und Taubenblau. Aber als ich mein Muster an der Wolle ausprobiert habe, war ich nicht glücklich. Ein zweites Garn aus dem Hause U, war zu dünn und anfällig (so ein Männerschal, muss schon einiges aushalten! Daraus werde ich mir ein schönes Tuch stricken) Zum Glück hat Berlin ja nicht nur einen Wollladen. In meinem nächsten Lieblingsladen Die Wollnerin in Schöneberg, stieß ich auf ein handgefärbtes Merinosockengarn. Das ist weich, anschmiegsam, waschbar, hat die perfekte Farbe, ist robust...


Jetzt hatte ich doch tatsächlich noch ein paar Tage bis Weihnachten Zeit. Das Muster ist einfach übersetzt:
  • 1 Rm, *2re,2li,2re,2li,6re,2li (ab*stehts wiederholen)1Rm
  • die Rückmaschen stricken wie sie erscheinen 
  • in jeder 8. und 12. Reihe die 6 rechten Maschen kreuzen. (Wer will kann das versetzt machen, dann wird das Muster etwas lockerer)
Das stickt man dann so lange, wie der Schal werden soll. Am Ende noch einmal 8 Reihen in der RechtsLinkskombination, abketten fertig.
Einen Schal stricken, ist kein Hexenwerk und kann auch schon ein Anfänger. Der Monsterjunge war sehr glücklich mit seinem Geschenk. Die Hoffnung, dass er ihn nicht verliert, gebe ich erst einmal noch nicht auf.


Die Eckdaten: Gestrickt mit einem 4 fädigen Merinosockengarn, Nadelstärke 4. Verbraucht habe ich 170 Gramm. Der Schal ist 2 Meter lang und 30 cm breit (was mache ich jetzt bloß aus den restlichen 30 Gramm?)


Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und verlinke mit

Samstagsplausch {3.18}


Wenn das Virus einen erwischt

Ich bin infiziert... von der Serie Outlander (die Highlandsaga von Diana Gabaldon) und von meinem Langzeitprojekt, der Farbwirbeldecke oder wie sie von der Disignerin genannt wurde: Modular Afghan. Außerdem hat mich ein Buch mal kurzfristig erwischt, "Ein Angesehener Mann" von Abir Mukherjee. Ich bin noch nicht ganz durch, aber die Rezension steht schon fast. Das Jahr ist ja noch jung, da können mich noch einige Bücher infizieren. Leider hat mich auch das Grippevirus infiziert. Am letzten Samstag beim Carrerabahnfahren ging es schon los, so dass ich dauernd niesen musste und der Hals weh tat. (Was soll ich sagen, ich wollte tatsächlich nicht mehr Jammern. Ignoriere bitte, dass ich krank war! Mitleid kann nachher abgegeben werden 😇 )

Welche Infekte habe ich noch? Ich esse gerade viel Asiatisch. Vielleicht, weil die Speisen sehr viel würziger sind, ich weniger Kohlenhydrate zu mir nehmen will, weil es einfach lecker ist und schnell zubereitet. Mich reizt im Moment auch kein Kaffee. Ich trinke lieber eine Tasse Ingwertee. Am liebsten, wenn er richtig gut durchgezogen ist und scharf wird. Den Honig lasse ich ohnehin weg. 

Meine Woche war recht langweilig, wenn man davon absieht, dass ich sehr viel geschlafen habe. Auch wenn mich mein Buch reizt, so habe ich nicht viele Seiten geschafft. Der Kopf tat mir zu oft weh und die Augen tränten ständig (wieder diese Mitleidsnummer!) An der Farbwirbeldecke sind ein paar Patches hinzugekommen. Ach, und klar, ich habe mein Islandpulli fertig gestrickt. Ein paar Freunde haben ihn schon live gesehen und fanden ihn super, bis sie ihn angefasst haben und feststellen mussten, der kratzt ein wenig. Ich hoffe meine Haus- und Hoffotografin macht demnächst ein paar Bilder von mir. 

Wenn du mal wissen willst, wie ich wohne, dann müsstest du mal HIER klicken. Ich bin ein wenig am Thema vorbeigeschrammt. Ich sollte doch Bilder von meiner Festplatte suchen, darüber eine Geschichte schreiben. In meinem verklebten Hirn, habe ich frische Bilder gemacht. Schien aber keinem aufgefallen zu sein. 

Genug jetzt. Ich quatsche dir sonst noch ein Hasenohr dran. Was war denn bei dir so los, in den letzten 7 Tagen?



Meine Straße

Tell a Story 

Heute, geht es um meine Straße. Naja, meine ist sie zum Glück nicht. Ich wohne hier aber schon ziemlich lange. Als mein Monstermädchen ein halbes Jahr alt war, zogen wir hier her. In der alten Straße wären wir mit den Kindern nicht glücklich geworden.


Eine Straße, die einerseits direkt in die Innenstadt führt, und in der anderen Richtung direkt in den Wald. Man hat das Gefühl einer Vorstadt und kennt fast jeden Nachbarn vom Sehen. Allerdings haben die Monster es immer vermisst, mit Kindern aus der Umgebung spielen zu können. Denn die werden hier, vorzugsweise zur Schule, zum Ballett, Fußball und was sonst noch so auf dem Plan steht, gefahren. In all den Jahren, habe ich hier keine Kinder auch nur Ball spielen sehen.


Dafür gibt es eine Menge Hunde in allen Größen. Manchmal werden die Hinterlassenschaften auch entsorgt und selten tritt man in diese. 
Im Winter bleibt sogar der Schnee liegen und wird als allerletzes aus dieser Stadt entsorgt. Das war in schneereichen Wintern aber immer sehr schön, weil wir die Schlitten mit den Monstern mitten auf der Straße direkt in den Grunewald ziehen konnten. 

Im Sommer ist es unter den Bäumen immer einige Grad kühler, als mitten in der Stadt. Wenn der Rest der Berliner  am schmelzen ist, sitzen wir kühl.  

Die meisten Bäume, die hier stehen sind Amerikanische Eichen oder auch Roteichen. Im Herbst kannst du nur zusehen, dein Auto  hier nicht zu parken. Denn die Eicheln, die zu Haufen von den Ästen fallen, verwandeln sich auf dem Weg zur Erde zu gemeinen Geschossen, die tiefe Dellen in den Karossen hinterlassen. Einfach nicht empfehlenswert. Da sind baumfreie Parkplätze höchst begehrt und man kann die Nachbarn dabei beobachten, wie sie sich vorsichtig unter die Bäume stellen. 
Manchmal, kann man auch eine Rotte Wildschweine beobachten, wenn sie mit dem Nachwuchs auf der Suche nach den Leckereien durch die Straßen ziehen. Einmal, war die Freundin meines Monstermädchens bei uns zu Besuch. Sie war gerade auf dem Weg nach Hause, hatte das Gartentor schon offen stehen, als die Wildschweine samt Frischlinge durch die Straße auf das Mädchen zukamen. Du glaubst nicht, wie schnell ich unten war und das Tor wieder zuzog. Wir haben die Schweine lieber hinter dem Zaun beobachtet.


Auch der Fuchs ist ein häufiger Gast. Der springt allerdings elegant über den Zaun oder schiebt sich darunter hindurch. Vor Jahren sahen die Reinekes noch recht gerupft und zerfleddert aus. Inzwischen haben sie sich so an den Menschen gewöhnt,  dass sie hier einfach zu fressen finden, und so ihr Fell hübsch glänzt und sie viel stattlicher wirken. Hast du schon einmal einen Fuchs bellen (youTube) gehört? In mancher Nacht, saß l einer dieser Exemplare mitten auf unserer Straße und machte einen Lärm, dass man kein Auge zu bekam.


In unserer Straße stehen alte und sehr alte Häuser und Villen. Dazwischen tummeln sich auch modernere Gebäude, auf Grundstücken, die von wunderschönen alten Zäunen umgrenzt sind. Hier wurde Geschichte geschrieben, Opern und Operetten. Hier lebten Menschen, die all ihr Hab und Gut gegen eine Fahrkarte in die "Freiheit" tauschen mussten. Jedes Grundstück hätte etwas zu erzählen. Schade, dass sie so stumm daliegen.


In unserer Straße gibt es tatsächlich noch die alten Gaslaternen. Berlin will sie eigentlich loswerden. Aber einige Bürger lehnen sich dagegen auf. Ich mag die alten Gußeisernen. Als Kinder haben wir manchmal ordentlich dagegen getreten, damit der Funken überspringt und die Laterne anging. Schade, dass sie aus dem Berliner Stadtbild verschwinden werden.

Emma  hat für den Januar so wunderbare Tell a Story Themen gestellt. Da mache ich gerne mit. Den Post über meine Stadt habe ich leider verpasst...

Samstagsplausch {2.18}

Strickwoche

Wenn du jetzt denkst, dass ich dir besonders viele Neuigkeiten erzählen kann, dann muss ich dich enttäuschen. Meine Woche war eher langweilig. Ich habe tatsächlich eine Menge gestrickt, aber nichts ist fertig geworden. 
dazu kam, dass ich zu ungünstigen Zeiten arbeiten musste. Alles blieb liegen. Im Moment fällt es mir auch schwer zu lesen, obwohl das Buch, dass ich gerade lese, bestimmt mitreißend wäre, würde ich es mal länger als 10 Minuten, in die Hand nehmen. Was mich im Moment fesselt ist, die Geschichte von Jamie und Claire. Vor Jahren schon, habe ich die Geschichten der Beiden, in den Büchern von Diana Gabaldon verschlungen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie oft ich sie gelesen habe. Jetzt bin ich zum Serienjunkie geworden und nutze jede freie Minute um weiter zu gucken. Praktischerweise, kann ich dabei stricken.
Aber habe ich nicht Besserung gelobt? Das ich mehr auf euren Blogs unterwegs sein möchte? Hmm, das werde ich auch noch in Angriff nehmen. Gleich heute werde ich mich bessern...