Januarimpressionen


Der Januar in Berlin zeigt sich von seiner winterlichen Seite. Ich mag es, wenn es richtig kalt ist und der Schnee unter den Schuhen knirscht. Wenn es denn geschneit hat. Denn in Berlin gibt es immer seltener richtig Schnee. Als Kind, hatten wir reichlich Schnee. Wir sind dann mit unseren Schlitten zur Hasenheide gezogen und sind die Hügel hinunter geschliddert. Eisglatt waren die "Abfahrten". Ich war schon lange nicht mehr in der Hasenheide oder dem Jahnpark, wie er auf den Karten von Berlin heißt. Ob es dort noch so zu geht wie vor etlichen Jahren? Jedenfalls, hatten wir richtig viel Schnee. So viel, dass wir auf dem Mittelstreifen Langlaufski gefahren sind.


Aber der wenige Schnee hält die Kleinen kaum davon ab, ihre Schlitten heraus zu holen und sich gegenseitig durch die Gegend zu ziehen. In voller Montur. Denn es ist ja kalt. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Dabei gibt es wirklich tolle Rodelbahnen in Berlin. Zum Beispiel Onkel Toms Hütte. Allerdings eine Rodelbahn für Größere. Denn da bekommt man richtig Speed drauf. Mein Monstermann und die kleinen Monster, haben da in einem Winter, 2 Schlitten "geschrottet". Unrettbar, sozusagen. Zum Glück ist ihnen dabei nichts passiert.


Bei Sonnenschein im Gleisdreieckpark sitzen die Leute mit dem Gesicht in die Sonne gestreckt, wie die Sonnenblumen. Ich mag nicht sitzen, ich mag gehen und die Bewegung genießen. Warm laufen und sich als Belohnung nach dem Spaziergang einen leckeren Kakao gönnen. 


Was ich am Winter mag, ist auch, dass man sich auf einen gemütlichen Tag zu Hause freuen kann. Sich einzukuscheln und ein gutes Buch vor die Nase zu klemmen. Einfach mal Nichts müssen! Eine perfekte Ausrede zu haben, alles sein zu lassen. 
Oder sich einfach mal hängen lassen, so wie der Herr auf der Schaukel. 


Ich hoffe sehr, dass es noch einmal ordentlich schneit, auch wenn ich mir gerade den Zorn von sämtlichen Berliner Autofahrern heranziehe. Aber, sei doch mal ehrlich, wenn die dicken Flocken vom Himmel schweben, staunen wir auch als Erwachsene. Wie filigran die kleinen Sterne sind, die auf unseren Handschuhen oder Mützen landen. Direkt vom Himmel gefallen. 



Ich liebe es, bei Schnee und Sonnenschein spazieren zu gehen. Aber auch wenn es schneit oder diesig ist, bin ich im Winter gerne draußen. Manchmal schnappe ich mir den Hund der Eltern und dann geht es schnellen Schrittes über die eisigen Wege. Der Hund hat dann richtig Freude. Manchmal habe ich den Verdacht, dass es ihr sogar Spaß macht zu schliddern. Wenn ich einen Stock werfe, dann rutscht sie über das Eis und sieht fast aus, als würde sie über das ganze Gesicht lachen. Schade, dass ich an diesem Tag nicht meine Kamera dabei hatte. Sie hatte solch eine Freude im Wald.✩

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Samstagsplausch {3.17}


Hinter mir liegt eine ziemlich anstrengende Woche. Die Arbeit macht gerade so gar keinen Spaß, ganz viele Kollegen sind krank. Da fällt für die Gesunden eine Menge Arbeit an. Und manchmal würde ich dann gerne den Stecker aus dem Telefon ziehen, damit wenigstens mal einen Moment lang Ruhe ist. Man kann sich aber auch Ruhe gönnen, indem man vor oder nach der Arbeit sich etwas Gutes tut und dann am besten gar nicht an den blöden Stress denkt. Manchmal bekomme ich das schon ganz gut hin. Abgeschaltet, habe ich diese Woche, weil ich mich mit zwei ganz besonderen Menschen zum Frühstücken getroffen habe. In einem Café, in dem es unglaublich leckeres Frühstück gibt. Ich glaube, das Foto (oben) macht nicht wirklich was her! Ich habe es mit dem Handy gemacht und an unserem Tisch war es sehr dunkel. Ich fotografiere nicht gerne mit Blitz. Ist ja auch egal. Lecker war's und darauf kommt es an. Der Dienstag war ein Tag, den ich gerne streichen würde, da hat mich die Migräne dermaßen aus den Schuhen gehoben, so hatte ich schon lange keinen Kopf mehr. So richtig verschwunden, ist der Schmerz bis heute nicht. 
Ich lese gerade "Das Nest" und bin wirklich positiv überrascht, was für ein schönes Buch das ist. Fertig habe ich "Der Gast im Garten" und der "Schneekimono". Und neu angekommen sind "Das Lied der Störche" und "Mein Leben als Zucchini". Gestrickt wird auch. Ich habe einen Pullover angenadelt. Das Muster stammt aus der Lana Grossa CLASSICI 10. Eigentlich eine Jacke, aber ich hätte gerne einen Pulli. Mach ich mir eben passend. Ein paar Socken sind fertig und ein zweites Paar liegt noch auf den Nadeln (immer noch, wäre wohl besser gesagt) 
Meine Freundin hat sich tatsächlich sehr über mein Geschenk letzte Woche gefreut. "Selber gemacht, ist immer etwas Besonderes!" sagte sie. Stimmt ja auch. So, jetzt bist du wieder an der Reihe. Wie war denn deine Woche so? Ist dir aufgefallen, dass ich die Frist für den Plausch, auf Sonntag Mitternacht gelegt habe? 




Socken 2017 [1]

17 Socken für 2017



Ich versuche es noch einmal. 17 Sockenpaare möchte ich dieses Jahr stricken. Das mit der 16 hat nicht ganz geklappt. Aber vielleicht wird 2017 ein Erfolg.


Ich fange einfach mal mit einer 6fädigen Sockenwolle an. Dieses Knäuel lag nun schon seit Ewigkeiten in meinem Fundus. Ich mag eigentlich keine 6fädig gestrickten Socken, aber für zu Hause, als Hausschuhersatz, sind sie hervorragend. 


Gestrickt mit 3,5 Nadelspiel, mit dem Muster "Gregor Gletscher". Bei dieser unruhigen Wolle sieht man das Muster allerdings fast gar nicht. Die Wolle stammt von Rico Design und heißt Superba.



Bei diesem schönen Winterwetter, da tragen die Socken sich wirklich gut. Nur nicht in den Schuhen, da sind sie mir einfach zu dick. Aber zu Hause, ein herrliches Tragegefühl


Die Stadtmaus im Schnee und ein Abschied

Die Stadtmaus hat ihre Familie schon einmal zu Weihnachten verabschiedet. Ihre 4 Tanten und Onkel sind in neue Wohnungen gezogen. Sie sind in gute Hände gekommen, denn wir haben inzwischen quietschvergnügte Nachrichten gelesen und sie auch schon einmal, teilweise wieder getroffen. Es geht ihnen gut! Und das ist wichtig. Zwei weitere Verwandte sind ebenfalls im neuen Jahr ausgezogen. Eine Maus hatte sich nur per Telefon gemeldet, aber auch ihr geht es gut. Ich hoffe Andrea versorgt sie gut. Hier ein paar Abschiedsszenen:



Als wir uns wieder trafen, Wimmel, Wooly und ich Karminchen,  das war am ersten Samstag im Januar bei Herrn U. in den Heckmann Höfen. Große Wiedersehensfreude und ein Geplauder war das.


Inzwischen war ich mit Karminrot im Gleisdreieckpark und habe mir die Sonne auf die Wolle brennen lassen. Und weil es doch recht empfindlich kalt geworden ist, in unserer Stadt, hat mir Karminrot ein Pulloverchen gestrickt. Ein Mützchen und ein kleiner Schal würden mir bestimmt auch noch gut stehen.



Karminrot hat dann auch gleich mal Bilder von mir gemacht, wie ich da so im Schnee die Sonne genieße. Sie meinte, die passen so herrlich in die Mausperspektive, die Siglinde leider nur noch jeden zweiten Mittwoch veranstaltet. Wie auch immer, wir sind dabei! Sollte jemand Lust haben, meiner Mausefamilie noch mehr Angehörige zu stricken, hier ist die Anleitung zu finden ✱